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Zum Glück vielseitig. Die Liste meiner  kreativen, strategischen und beratenden Tätigkeiten. 

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Editorial Director (Brand / Plattform)
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AI & Human Content Strategy Lead
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Pure creative jobs:
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Creative Philosopher (Brand / Content)
Curator (Content / Brand Experience)
Thought Leadership Development

Offer2026-04-06T10:36:04+02:00

Pitch

Auf neunen Wegen zu alten Zielen: Marketing und Kommunikation im Wandel.

Viele Unternehmen investieren heute in eine Mischung aus externen Agenturen, internen Marketingverantwortlichen und unterschiedlichen Dienstleistern. In Summe entsteht daraus ein erheblicher Aufwand – finanziell wie organisatorisch. Im Idealfall führt dieses Setup zu einem starken, konsistenten Output. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig ein anderes Bild.

Oft bleiben Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück. Nicht aus mangelndem Engagement, sondern weil Strukturen gewachsen sind, Zuständigkeiten fragmentiert sind und die entscheidende Klammer fehlt. Unterschiedliche Interessen, Perspektiven und Zielbilder führen dazu, dass Potenziale nicht ausgeschöpft werden – oder Entwicklung schlicht stagniert.

Hinzu kommt: Viele Unternehmen haben nicht die Rahmenbedingungen, um genau die Personen zu gewinnen, die sie eigentlich bräuchten. Standortfaktoren, Unternehmensgröße oder Marktattraktivität setzen hier natürliche Grenzen. Das führt zu einem strukturellen Dilemma – der Anspruch ist da, die Umsetzungsmöglichkeiten sind es oft nicht.

Genau an dieser Stelle setze ich an.

Ich verbinde strategisches Denken mit kreativer Umsetzung und unternehmerischer Erfahrung. Über viele Jahre hinweg habe ich Marketing, Kommunikation und Vertrieb nicht nur begleitet, sondern verantwortet – sowohl auf Agentur- als auch auf Unternehmensseite, bis hin zur eigenen Unternehmensführung. Diese Kombination ermöglicht es mir, Zusammenhänge ganzheitlich zu betrachten und Lösungen zu entwickeln, die nicht nur gut gedacht, sondern auch umsetzbar sind.

Der entscheidende Hebel liegt dabei im Niveau: bessere strategische Klarheit, bessere Ideen, bessere Umsetzung. Und daraus folgend – bessere Ergebnisse. Kreativ wie wirtschaftlich. Sichtbar nach innen wie nach außen. Statt bestehende Strukturen weiter zu verkomplizieren, liegt mein Fokus darauf, sie zu ordnen, zu stärken und gezielt weiterzuentwickeln. In der Regel bedeutet das: vorhandene Potenziale im Unternehmen sichtbar machen und auf ein höheres Niveau bringen. Menschen, die bereits da sind, werden befähigt, Verantwortung zu übernehmen und über sich hinauszuwachsen – fachlich wie qualitativ.

So entstehen leistungsfähige Inhouse-Strukturen, die nicht nur effizient arbeiten, sondern auch inhaltlich überzeugen. Strukturen, die bessere Arbeit ermöglichen – und damit bessere Resultate liefern. In den Projekten, die ich über längere Zeit begleitet habe, hat sich dieser Ansatz wirtschaftlich wie strukturell bewährt. Gleichzeitig eröffnen neue Möglichkeiten – insbesondere durch KI und flexible Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern – zusätzliche Geschwindigkeit und Effizienz in der Umsetzung. Wenn Sie heute das Gefühl haben, dass Aufwand und Ergebnis in Ihrem Marketing und Ihrer Kommunikation nicht im gewünschten Verhältnis stehen, lohnt sich ein Blick von außen.

Nicht, um alles neu zu machen – sondern um das Vorhandene auf ein deutlich höheres Niveau zu bringen.

Pitch2026-04-04T16:48:01+02:00

Überzeugung

Es hat sich leider eingeschlichen, dass Kritik – ob konstruktiv oder destruktiv – immer mehr Aufmerksamkeit bekommt als Anerkennung, Zustimmung und Lob. Das hat leider zur Folge, dass, egal wie gut eine Idee ist, diese sich brutal erwehren muss. Dass sie sich in einem erbarmungslosen Kampf verteidigen muss.

Was man von den Bedenken, Einwänden und Kritiken nicht behaupten kann. Da genügt ein einfaches „Das ist es nicht!“ und alle denken übereinstimmend: „Das ist es nicht!“ Niemand würde Bedenken so auf die Probe stellen und herausfordern wie eine Idee. Die steht nackt, wehrlos vor allen anderen.

Was es Ideen ungemein schwerer macht, sich durchzusetzen. Egal wie gut sie sind. Somit scheitern Ideen am Ego von Menschen, nicht an der Idee selbst. Ideen scheitern an destruktiven Gruppendynamiken. Was mich als Kreativer daran immer gestört hat, ist der Umstand, dass es gute Ideen nicht wie Sand am Meer gibt. Im Gegensatz zu unbegründeten Einwänden und Bedenken. Ideen sind kostbar. Vor allem gute Ideen. Denn diese erzielen die gewünschte Wirkung.

Das ist dem Ego leider egal, aber allen anderen sollte das bewusst sein.

Business Zitate 1 Einstellung Meinung Überzeugung Ansichten Erfahrung Erkenntnisse

Es fällt auf, dass sich viele lange mit demselben Problem beschäftigen. Das Interesse an einer unbekannten Lösung ist nicht so groß wie die Befürchtung, sein bekanntes Problem zu verlieren. Die Identifikation mit dem Problem ist stärker. Was wäre man ohne das Problem? Darum haben es Lösungen so schwer.

Die Problemkultur in Unternehmen wird auch dadurch gut sichtbar, wenn man Meetings verfolgt. Das größte Problem kommt immer als erstes dran. Nicht die beste Lösung. Stehen zwei Mitarbeiter vor dem Büro des CEOs. Der eine sagt: Wir haben ein großes Problem. Der andere sagt: Wir haben eine gute Lösung. Jetzt raten Sie mal, wer als erstes ins Büro gerufen wird.

Das Bewältigen und Bekämpfen von Problemen ist das zentrale Denken und Handeln in Unternehmen. So wie im Leben. Für viele Menschen bedeutet Leben das Bewältigen von Problemen. Somit stellt sich die grundsätzliche Frage nach der Mentalität. Wenn Probleme den Vorzug vor Lösungen bekommen – wen wundert dann noch irgendetwas?

Wenn die Aufmerksamkeit sich an der Größe des Problems orientiert, anstatt an der Chance der Lösung. Wenn Menschen nur Applaus, Anerkennung und Aufmerksamkeit bekommen, wenn sie sich um ein möglichst großes Problem kümmern?

Ich habe beim Motorradfahren gelernt, dass man ans Ende der Kurve, den Ausgang – da, wo man hin will – schauen soll. Nicht in die Kurve. Der Körper macht dann automatisch alles von selbst richtig. Funktioniert auch beim Kellner-Trick. Wenn man vier randvolle Tassen oder Gläser auf einem Tablett trägt und dabei den Blick auf das Tablett richtet, damit nichts überläuft, dann läuft alles über. Wenn man aber nicht hinschaut, dann läuft nichts über.

Diese Analogien zeigen, dass es eventuell von Vorteil ist, die Blickrichtung dahin zu richten, wo man hin will. Die Gedanken, Ideen, Aufgaben folgen dann automatisch. Das ist keine Garantie, dass man am Ziel ankommt, aber die Wahrscheinlichkeit ist deutlich höher.

Überzeugung2026-04-03T10:46:39+02:00

Gedanken

Gedanke

Man kann beobachten, dass es eine Bewegung hin zu den analogen Dingen aus der Vergangenheit gibt. Hinzu kommt Vintage-Mode, Design, Produkte aus einer Zeit weit vor der Digitalisierung. Und gleichzeitig auch eine Bewegung zu Temu und ähnlichen Anbietern. Und wer glaubt, das sind unterschiedliche Zielgruppen, der täuscht sich. Es sind oft dieselben Personen. Die zum einen die sogenannten guten Zeiten wieder aufleben lassen und sich gleichzeitig an den Billigangeboten aus Asien einen Ast abfreuen. Klingt komisch, ist aber so.

Mein Gedanke ist, dass das eine das andere bedingt. Wenn man Dinge konsumiert, deren Material keinen Wert für einen darstellt und von denen man auch nichts erwartet, weil sie so unglaublich billig sind, dann ist man glücklich, so günstig etwas gekauft zu haben. Aber es fehlt einem das Gefühl, etwas von Wert erstanden zu haben. Etwas, das einen länger glücklich macht als nur beim Auspacken.

Es entsteht das Bedürfnis, dass man mit seinem wertvollen Geld etwas Wertvolles kauft. Und Dinge von Wert gibt es im Übermaß – und vorrangig in der Vergangenheit. Und seltsame Dinge passieren. Diese Menschen kaufen wieder Schallplatten, haben aber auch einen Spotify-Account. Und sie haben sich eine alte Spiegelreflexkamera gekauft und laufen nun regelmäßig in ein Fotofachgeschäft, um Filme entwickeln zu lassen, Abzüge abzuholen und neue Filme zu kaufen. Dieselben Menschen haben aber Tausende Bilder auf ihrem Handy.

Und wenn man diese beiden Welten genau betrachtet, dann erkennt man ein Muster. Über 100 Millionen Titel auf Spotify machen Musik beliebig und wertlos. Darum wieder Schallplatten. Denn diese stellen einen Wert dar. Eine Platte aufzulegen, spiegelt eine ganz andere Wertschätzung der Musik und des Künstlers wider. Die Schallplatte ist nicht beliebig. Und darum auch eine Spiegelreflexkamera – obwohl man über 50.000 Bilder auf dem Handy hat. Gerade deshalb. Diese Bilder sind nur da, aber stellen keinen emotionalen Wert dar. 

Man schaut selten zurück ins Handy. Darum der 36-Foto-Film. Diese Fotos haben wieder einen Wert, weil sie nicht beliebig sind. Man kann sie anfassen, anschauen und herumreichen. In ein Album kleben oder einfach in den typischen Fototaschen sammeln. Diese Bilder sind privat und nicht beliebig.

Und so geht es weiter. In der Mode, bei Möbeln, bis hin zu HiFi, zur Espressomaschine und Rennrädern aus den 60ern. Alte Radiowecker. Braun Audio 310. Armbanduhren aus den 80ern. Es gibt eigentlich nichts, was nicht wieder begehrt wird. Sogar die Polaroid-Kamera.

Es entsteht offensichtlich ein emotionales Vakuum, in dem auf der einen Seite alles im Überfluss, massenhaft und billig wird. Mit dem Streaming von Serien und Filmen ist es dasselbe. Es gibt unendlich viele Staffeln und Anbieter, sodass der Wert eines Films in Vergessenheit gerät. Was eigentlich eine Chance für die Kinos wäre. Aber die wollen nur die Vergangenheit zurück und hoffen. Sie haben nie darüber nachgedacht, wie Kino sein müsste, um genau diese Menschen zu adressieren. Um ihnen den emotionalen Wert des Filmschauens zurückzugeben.

Mit Blick auf die Entwicklung entstehen da zwei rasant wachsende Märkte, die aber einen signifikanten Unterschied haben: Der eine ist nicht skalierbar, was ihn so wertvoll macht. Und der andere ist unendlich skalierbar, was ihn so wertlos macht. Somit kann man bei der Entwicklung gespannt sein, was aus der Vergangenheit alles noch eine Renaissance erleben wird. Das Bonanza-Fahrrad, das Moped, die Diskothek, das Wohnmobil, die Skier der 70er, das Windsurfen, das Spaghetti-Eis, der Flipper, das Freibad, der Plattenladen, die Hollywoodschaukel, die Taubenzucht, der Pudel, das Schiposa und der Fokuhila …?

Solange damit keine alten Rollenbilder, Klischees und Vorurteile zurückkommen, finde ich das ganz amüsant und interessant.

Gedanke

Das selbstständige Denken verschwindet, wie der Morgennebel im Herbst. Das aufwendige Nachdenken. Das schöne Ausdenken. Das anstrengende Überdenken. Es begann eigentlich für meine Generation mit dem Taschenrechner. Das war der Zeitpunkt, da musste man nicht mehr nachdenken, was dabei rauskommt beim Rechnen. Der Taschenrechner hat es uns abgenommen. Was haben wir den gefeiert. Schlagen wir die Brücke zu heute, dann ist mit KI die letzte Bastion des selbstständigen Denkens gefallen.

Eigentlich müssen wir in absehbarer Zeit nichts mehr bedenken. Dann gibt es unzählige Möglichkeiten, andere und anderes für uns denken zu lassen. Der Taschenrechner für das Denken ist dann da. War das Denken denn so schwer, dass man es abschaffen musste? Rechnen war nur kompliziert und man hat es ersetzt. Was hat das zur Folge? Fragen wir mal nicht die KI oder jemand anderen. Denken wir mal selbst darüber nach, was es bedeuten könnte, wenn man nicht mehr denken muss.

Das allgemeine Denken verschwindet aus der peripheren Wahrnehmung. Niemand fragt mehr nach. Niemand blättert mehr in Büchern, um etwas zu erfahren. Niemand probiert mehr etwas aus, weil man schon weiß, wie es ausgeht. Einige ganz wenige Lücken bleiben aber noch. Wir wissen nie genau, was uns im Leben alles so begegnet. Oder wie alt wir werden. Wie glücklich. Und wie zufrieden. Die Lottozahlen wissen wir auch nicht. Alles, was großes Glück und unendliches Pech betrifft, bleibt weitestgehend im Verborgenen. Aber da hat Denken uns nie groß zur Seite gestanden.

Wenn Denken wie ein Muskel ist oder wie Ausdauer und man das Denken nicht mehr ausübt und trainiert, passiert dann mit dem Gehirn das, was mit der Kondition und den Muskeln passiert? Verlernen wir das Denken? Was denkt jemand Tag ein und Tag aus, wenn er nicht mehr selbstständig denkt? Was beschäftigt seine Gedanken? Und was nicht?

Was passiert mit einer Gesellschaft, die kollektiv nichts mehr denken muss, weil 24 Stunden einem das abgenommen wird? Und man wie im Wachkoma mit unterschiedlichen Reizen versorgt wird. Auf allen Bildschirmen gibt es dann Emotionen, Gefühle und auch Denken zum Miterleben. Man braucht nichts mehr und niemanden mehr. Man kommt nicht mal mehr auf falsche Gedanken. Aber leider auch selbstständig auf keinen guten. Wir schauen anderen nur noch beim Denken zu. Wie bei einer Kochsendung. Wie beim Sport im Fernsehen.

Wenn anderes und andere für uns denken, was denken die dann für uns? Welche Qualität hat das neue Denken? Denkt das neue Denken nur, was gut für uns ist? Denken die das wirklich? Wenn alle Liebesgeschichten nicht mehr in der wirklichen Welt ablaufen, sondern nur noch in virtuellen Welten. Wenn man in jedem Konzert und jedem Stadion sitzen kann, ohne da zu sein. Wenn wir an nichts mehr denken müssen, aber an alles gedacht wird.

Wenn man an jedem Strand, auf jeder Insel und jedem Ort der Welt sein kann, ohne da zu sein. Wenn alle Abenteuer, alle Geschichten, alle Erlebnisse nur noch von anderen vorgelebt werden. Man sich nie mehr in Gefahr begibt. Wenn das Individuum nur noch konsumiert. Nichts mehr studiert. Rückblickend bin ich der Überzeugung, dass alles, was Convenience war und ist, zwar oberflächlich das Leben leichter gemacht hat, aber dass immer etwas Wesentliches weggefallen ist. Verloren gegangen ist. Wer beim Sport es sich immer so leicht wie möglich macht – was erzielt er dann?

Das Lesen und das Schreiben zum Beispiel. Weil Kinder niemanden mehr lesen und schreiben sehen, verkümmern diese Fähigkeiten. Viele Heranwachsende und junge Erwachsene können erschreckend schlecht lesen und schreiben. Nicht, weil sie dumm sind. Nicht wegen des Bildungssystems. 

Sondern weil der Convenience-Faktor Lesen und Schreiben aus dem peripheren Umfeld hat verschwinden lassen. Was Kinder nicht mehr sehen, das ist für sie nicht mehr wichtig. Früher wurde von morgens bis abends überall gelesen und geschrieben. Heute schauen alle Bildschirme. Das ist nicht Lesen und Schreiben. Wenn man das Beispiel auf alle Entwicklungen überträgt, dann können Menschen alles unglaublich einfach konsumieren. Aber sie können nichts mehr machen. Ist das gut oder ist das schlecht? Kochen? Man kann alles bestellen. Dafür kocht kaum noch jemand in den Ballungsgebieten. Aber verschwindet das Kochen – was kommt dann? Und so verhält es sich mit allem. Wenn alles Denken verschwindet, was kann man dann noch? Was muss man noch können?

Bin ich zu pessimistisch? Verharre ich zu sehr in der Vergangenheit? Bin ich jetzt zu alt? Warum reißt die Entwicklung mich nicht vom Hocker – wie früher? Warum empfinde ich Innovationen, welche die Welt verändern, als sonderbar? Der Eingriff in das soziale Ökosystem Mensch hatte schon viele hässliche Nebenwirkungen. Das Motorradfahren als Symbol für den Rebellen in einem hat viele Leben gekostet. Die Zigarette als Synonym für persönliche Freiheit hat ebenfalls unzählige Leben auf dem Gewissen. Feinstaub. Plastik. Alkohol. Die Errungenschaften der Menschheit waren nie ohne Folgen. Denken wir nur an die praktische Plastiktüte.

Der Fernseher. Das Internet. Das Internet ist in unseren Köpfen angetreten als das monumentale Werkzeug für vollendete Freiheit. Das Internet fühlte sich an wie Motorradfahren – rebellisch – und Zigaretten rauchen – die persönliche Freiheit. Wir waren betrunken von dem Gedanken, dass jeder Gedanke von allen aufgenommen werden kann.

Die Demokratie wird sich jetzt wie ein Lauffeuer verbreiten. Weil alle die unglaublichen Vorteile einer freiheitlichen Lebensweise sehen und lesen können. Jede Diktatur kann diese Informationen nicht mehr seinen Bürgern vorenthalten – dachten wir. So einfach sollte es ab nun an gehen.

Und dann das. Rückblickend werden wir die sozialen Medien sehen wie Autofahren ohne Gurt, wie Rauchen und Alkohol für Kinder. Wir werden fassungslos zurückblicken und uns fragen: Wie konnten wir das nicht erkennen? Nur zur Info: Es mussten auch erst über 20.000 Menschen im deutschen Straßenverkehr jährlich, bei nur einem Drittel so vielen Autos wie heute, sterben, bis jemand auf den Gedanken kam, einen Gurt einzubauen.

Wir sind im Vorausdenken offensichtlich nicht gut. Wir sind so fasziniert von einer vermeintlich einfachen Lösung, dass wir völlig aus dem Blick verlieren, dass Convenience Food und Fast Food etwas Existenzielles fehlt – Nährwerte. Und was mich wirklich verwundert, ist der Umstand, dass wir um das alles wissen und es trotzdem weiter machen. Wir bevorzugen alles, was keine Überwindung kostet, was einfacher geht. Und verzichten dafür liebend gerne auf das, worum es eigentlich geht. Schon verrückt.

Somit werde ich die Entwicklung der KI nicht aufhalten. Will ich auch nicht. Weil ich die Vorzüge schon jetzt nicht mehr missen will. Aber was werden die Folgen sein, wenn die Menschen kollektiv nicht mehr imstande und in der Lage sind, selbstständig zu denken? Weil aus allen Richtungen einem Antworten geliefert werden.

Wenn man genau hinschaut, kann man erahnen, was kommt. Wenn man genau hinhört auch. Mir machen Menschen, die nicht mehr selbstständig in der Lage sind, zu rechnen, zu schreiben, zu lesen und zu denken, Angst. Denn mein Denken hat ein mächtiges Werkzeug hervorgebracht: den berechtigten Zweifel.

Gedanken2026-04-03T10:54:47+02:00

MARKETING

Marketing
Purpose driven
One fits all:  Positionierung + Mission + Vision

Alles entwickelt sich, auch das Marketing. Hat man vor einigen Jahren noch die Vision und die Mission eines Unternehmens als Grundlage und Aussagen für die Positionierung definiert, so übernimmt das in der Neuzeit der „PURPOSE“. Der Sinn. Die Sinnhaftigkeit. Die Antwort auf die Frage nach dem „Warum?“.

Denn immer mehr Konsumenten wollen eine große Schnittmenge in ethischen und moralischen Fragen und Standpunkten. Und nicht nur die Konsumenten, sondern auch die Mitarbeiter, Zulieferer und die Brand Ambassadeurs. Wofür steht das Unternehmen? Warum macht es das, was es macht. Was vor einigen Jahren mit dem Golden Circles von Simon Sinek begann hat sich im Zuge dessen weiterentwickelt. Und aus dem „Warum?“ ist die Frage nach dem Purpose entstanden.

Was unterscheidet diesen von der Vision und der Mission? Ganz einfach: Er sagt mehr, was die Empfänger von der Marke haben und nicht nur, was die Marke sich für sich selbst wünscht.

Er sagt allen, die mit der Marke in Berührung kommen, welchen Sinn diese verfolgt. Um eine deckungsgleiche Vorstellung von diesem zu haben. Im Zuge dessen gilt es, nicht nur den passenden und glaubwürdigen Purpose zu definieren, sondern dieser muss auch in allen Bereichen kommuniziert werden und nachvollziehbar zum Leben erweckt werden.

Es reicht bei weitem nicht aus, nur überall den Purpose drauf zu schreiben, viel wichtiger ist, dass der Purpose überall drin ist. Damit die Haltung, die damit verbunden ist auch glaubwürdig und wahrhaftig gelebt wird.

Die Absicht reicht bei weitem nicht aus, die Umsetzung entscheidet.

In der jüngeren Vergangenheit durfte ich für zwei Unternehmen den Purpose definieren:

Typisch Teufel

Makes sense

Create the amazing

MARKETING2026-04-03T11:06:12+02:00

PAPER & SONS

Freier Kreativ-Direktor
PAPER & SONS
2023
Heilbronn 

Tausendmal berührt und tausendmal ist nichts passiert. Wie in dem Song verhält es sich auch mit der Zusammenarbeit mit Paper & Sons. Die Geschäftsidee von Samuel Mamulaschwili begleite ich peripher schon seit einigen Jahren, weil wir im Team in einem anderen Unternehmen zusammengearbeitet haben. Die Idee, Rucksäcke und Taschen aus Papier statt aus Leder herzustellen, hat mich sehr angesprochen. Aber die Zusammenarbeit hat lange auf sich warten lassen. 

Denn hinter der großen Idee stecken leider nur begrenzte Mittel – was umso mehr für eine hohe Ideenqualität spricht. Darum habe ich gerne meinen umfänglichen kreativen Input geliefert, der hin und wieder, ab und zu, hier und da sichtbar wird. Aber jede noch so große Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Nichts und niemand ist groß geboren worden. Darum unterstütze ich das Wachstum dieser wunderbaren Idee gerne – weil so viel Überzeugung dabei ist.

PAPER & SONS2026-04-03T11:17:59+02:00

WÜRTH

Freier Kreativ-Direktor | Brand Management
WÜRTH International
2023
Chur Schweiz 

Eigentlich ein wirklich großartiges Projekt – wären uns nicht die negativen Unwägbarkeiten der Weltpolitik und der Despoten in die Quere gekommen. Aber wir sind, nach einigen Monaten intensiver Zusammenarbeit, schon ziemlich weit gekommen. Ziel war es, eine Idee, Lösung und einen Weg zu finden, den Wert der Partnerschaft mit Würth aufzuwerten. Abseits von Produkten und Preisen – um die emotionale Beziehung zu stärken. Da es immer jemanden gibt, der etwas billiger machen oder nachmachen kann, war es für uns nur logisch, etwas zu etablieren, das die Mentalität „Würth“ hervorhebt. Etwas, das aus echten Werten besteht.

Somit kamen wir zu der Konklusion, dass es diejenigen aufwerten muss, die sich auf Würth verlassen. Es muss diejenigen hervorheben und wertschätzen, die Würth vertrauen. Und es muss ein großes Versprechen zum Ausdruck bringen.
All das hatten wir bereits in Wort und Bild – und dann kam leider alles anders. Trotzdem: eine wundervolle Zusammenarbeit und eine großartige Idee. Und wer weiß – vielleicht kommt irgendwann der richtige Zeitpunkt.

WÜRTH2026-04-03T11:25:08+02:00

MINO

Freier Kreativ-Direktor 
MINI  AUDIO 
2023
Dorsten

Eine High-End-Lautsprechermarke in Zeiten wie diesen ins Leben zu rufen, fordert meinen ganzen Respekt ab. Helmut Ostendorf und ich teilen diese krankhafte Leidenschaft für das Audiophile schon länger, als es gesund sein kann. Da er natürlich alles in die Klangqualität seiner Klangkörper gesteckt hat, habe ich ihn beim Markenaufbau gerne unterstützt,  weil man eine solche fantastisch verrückte Idee einfach lieben und unterstützen muss.

So habe ich mein gesamtes Marketing- und Kommunikations-Audio-Know-how zum Besten gegeben. Da stecken die geballten Erfahrungen und emotionalen Begegnungen mit Braun, Pioneer, Sony, Teufel und Beyerdynamic drin. Und ich habe es unglaublich gerne gemacht – und hoffe inständig, dass sein Plan vom Audio-Glück nun vollumfänglich in Erfüllung geht. Er hätte es mehr als verdient.

MINO2026-04-03T11:32:44+02:00

KLARSTEIN

Freier Kreativ-Direktor / Brand Management
KLARSTEIN – Chal-Tech GmbH 
2016
Berlin

Chal-Tec gehörte 2016 zu den Unicorns der deutschen Start-up-Community. Was einmal als Powerseller auf Amazon seinen Anfang nahm, war zu einem mehrere Hundert Millionen Euro schweren Business angewachsen. Nachdem viele relevante Produkte bis hierhin das Rennen gemacht hatten, war es nun an der Zeit, den Next Level einzuläuten. Aus Produkten wurden Marken, die als solche inszeniert werden sollten. Zu diesem Zweck wurde ich mit an Bord geholt, um am Beispiel Klarstein aufzuzeigen, welchen positiven Einfluss die „Marke“ auf den Umsatz hat – welches Potenzial eine Marke zusätzlich entfachen kann. 

In enger Zusammenarbeit mit der Marketingleiterin Marianna Lewitanus machten wir uns mit dem gesamten Marketing-Team an die Arbeit und erarbeiteten eine maßgeschneiderte Markenstrategie und einen konsistenten Markenauftritt für Klarstein – und erweckten diesen zum Leben. Der Erfolg war beeindruckend und stellte alle Erwartungen in den Schatten. Der Umsatzanteil am Gruppenergebnis schoss deutlich über die 50 %. Was zeigte, wozu eine Marke imstande ist – im Gegensatz zu vielen einzelnen Produkten.

KLARSTEIN2026-04-03T12:11:07+02:00

SENSECA

Freier Kreativ-Direktor / Brand Management
SENSECA zuvor GHM Group GmbH
2023
Remscheid

Die GHM Group war ein Zusammenschluss von damals fünf eigenständigen Unternehmen aus der Messtechnologie „Sensorik“, aus Deutschland und Italien. Ziel der neuen Geschäftsführung ist es, schnell daraus ein einziges Unternehmen zu machen – One Company. Unter einem einzigen Purpose: Makes Sense. Das ergibt Sinn. Welcher gleichermaßen nach innen in das Unternehmen funktioniert und nach außen für alle Bestands- und Neukunden.

Es macht Sinn, aus fünf kleineren Unternehmen ein großes, starkes zu machen. Die moderne Messtechnologie, welche die innovativen Inhalte des Geschäftsmodells verkörpert, macht Sinn. Weil diese moderne Technologie völlig neues Messen ermöglicht.

Dafür musste ein neuer Unternehmensname gefunden werden – innerhalb von nur drei Wochen –, der als .com-Domain zur Verfügung steht und der auch als Marke weltweit eingetragen und genutzt werden kann. Nichts leichter als das, wenn man es kann: SENSECA war geboren.

Der Name setzt sich aus drei verschiedenen Assoziationen zusammen: SENSE steht für Sinn, die Sinnhaftigkeit. SENS, aus der englischen Abkürzung abgeleitet, für Sensorik. Und Seneca, der Philosoph, für das Vordenken, Überlegen und Bewusstsein, mit dem man die Welt sieht.

Im Zuge dessen wurde die Idee in nur sechs Monaten Wirklichkeit. Eine Marke entstand: Senseca. Makes sense.

SENSECA2026-04-03T12:14:38+02:00
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